Diskriminierung durch Körperscanner befürchtet

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. - ISL warnt vor dem geplanten Einsatz von sogenannten Nackt - oder Körperscannern in der Flugsicherkeit. Grund dafür ist, dass Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen nach Presseberichten besonders negativ von solchen Kontrolltechniken betroffen wären: Alle Personen mit Inkontinenzhilfen, künstlichen Darmausgängen, Urinbeuteln oder Prothesen aller Art werden von den Scannern sofort als auffällig registriert betont ISL-Geschäftsführerin Sigrid Arnade.

Sie stehen somit automatisch unter Terrorismusverdacht und werden dann verstärkt zur Nachkontrolle gebeten. Wenn es schon verstärkte Sicherheitsmaßnahmen gebe, so Arnade, müssten diese diskriminierungsfrei und ohne Verletzung der Intimsphäre behinderter Frauen und Männer durchgeführt werden. Für vordringlicher hält Arnade andere Maßnahmen: So dürfe es zum Beispiel keine Ausnahmen von Sicherheitskontrollen für Personen mit Diplomatenpässen geben.