ISL schließt Kooperationsvertrag mit BILD

Bild-Plakat mit der Aufschrift Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat zur Verstärkung ihrer Öffentlichkeitsarbeit einen Exklusivvertrag mit der BILD-Zeitung vereinbart: „Nachdem Karl Theodor zu Guttenberg als Marke ausgeschieden ist, hat sich die Chefredaktion der BILD-Zeitung dazu entschieden, auf die zukunftsträchtige Marke ISL zu setzen“, berichtet Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Dem Motto `Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht` können wir natürlich uneingeschränkt zustimmen.“ Der Hintergrund für den neuen Sponsoring-Vertrag ist laut Arnade darin zu finden, dass die Selbsthilfeförderung im Bundesgesundheitsministerium es abgelehnt hat, ISL im Jahr 2011 weiter zu fördern. Deshalb habe man sich nach einem anderen starken Partner mit passender Philosophie umsehen müssen.
BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, der bereits die Jubiläumsausgabe der taz im Jahr 2003 gestaltete und seit 2009 auch taz-Genosse ist und Anteilsscheine der alternativen Tageszeitung besitzt, hob zu dieser Zusammenarbeit hervor, dass das Haus Springer neue Akzente im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) setzen wolle: „Wir haben uns bisher zu einseitig auf bestimmte Themen und Personen festgelegt, wie etwa in der Atomfrage“, so Dieckmann, „die systematische Förderung einer menschenrechtsorientierten Behindertenpolitik stellt für uns eine spannende neue Herausforderung dar. Wir wollen die Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft für die neue UN-Konvention zusammen mit der ISL in diesem Jahr entscheidend voranbringen.“ Das Haus Springer betrachtet den geschlossenen Vertrag außerdem als einen Test, der nach gelungenem Auftakt für weitere Jahre verlängert werden könne.