Gute Resonanz auf Spendenaufruf für Japan

Bild aus einer Notunterkunft mit fünf Personen im Rollstuhl (c) DPI JapanNach einem ersten Spendenaufruf der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Anfang April sind bereits über 1.800 Euro an Disabled Peoples` International (DPI) Japan überwiesen worden. Der Betrag kommt unter anderem dem Relief Headquarters for Persons with Disabilities of Tohoku-Kanto Great Earthquake zu Gute. Dies ist eine einzigartige Einrichtung und Kontaktstelle, die von der Behindertenbewegung in Japan ins Leben gerufen wurde. Das Angebot für Menschen mit Behinderungen, die von der Erdbebenkatastrophe betroffen sind, reicht von der Evakuierung aus zerstörten Gebieten und der Unterbringung in geeigneten Unterkünften bis zum Rechtsbeistand beim Wiederaufbau.

Jedoch wird es noch lange dauern, bis diese Mission abgeschlossen sein wird, wie die Worte eines Angehörigen zeigen: „Mein Schwager ist 50 Jahre alt, geistig behindert und sitzt im Rollstuhl. Seine Heimatstadt Souma wurde von der Tsunamiwelle komplett zerstört. Darauf hin wurde er zunächst in einer Grundschule untergebracht und kam später zu Verwandten. Allerdings ist deren Haus mit vielen Flüchtlingen überfüllt und niemand findet Zeit, sich angemessen um ihn zu kümmern. Seine Eltern sind inzwischen nach Souma zurückgekehrt, um mit dem Wiederaufbau zu beginnen und möchten ihn einstweilen in einer Einrichtung untergebracht und versorgt wissen.“

Um sich selbst einen Eindruck von der Situation behinderter Erdbebenopfer in Japan zu verschaffen, sind nachstehend einige Bilder aus Japan zusammengestellt: https://picasaweb.google.com/107166457718666569802

Bitte spenden Sie auch weiterhin für die Evakuierungszentren mit dem Stichwort “Japan” auf das Sonderkonto 11 90 511 (Sparkasse Kassel  - BLZ 520 50 353) der ISL, die die Spenden weiterhin gesammelt an DPI-Japan überweist.