Ursula und Hermann Lethe kümmern sich um Tabuthemen Mobbing und Diskriminierung

Porträt Ehepaar Lethe und Assistenzhund (c) privatWir, Ursula und Hermann Lethe, sind gebürtige Norddeutsche (Bremen und Hamburg) und wohnen seit fast drei Jahren in Cham, Kreisstadt in der Oberpfalz (Bayerischer Wald). Aufgrund multipler Erkrankungen (Ursula Lethe) und rheumatischer Erkrankungen (Hermann Lethe) sind wir auf Elektrorollstühle angewiesen. Nach bald 30 bzw. 40jähriger Vollzeit-Berufstätigkeit sind wir inzwischen vom EU-Rentner in den Rentnerstand gewechselt. Durch familiäre Konstellation setzen wir uns seit 30 Jahren mit den Themen chronische Erkrankungen, Pflege, Seniorenbetreuung, Demenzerkrankungen, Hospizdienst auseinander. Durch die damit verbundenen Anforderungen in sämtlichen Bereichen, u.a. auch selbst durchgeführte Neu- und Umbauten zum Zwecke der Barrierefreiheit, sind wir mit sämtlichen Situationen vertraut. 

Nach ehrenamtlichen Tätigkeiten in Norddeutschland in der Kirchengemeinde sowie Sozialstation setzen wir unser Engagement hier vor Ort fort, im Arbeitskreis Landkreis Cham inklusiv im Projekt "Landkreis Cham inklusiv und barrierefrei“ und sind Mitglieder in mehreren bundesweit tätigen Behindertenvereinen. Wir setzen uns für die Rechte der Menschen mit Behinderung ein und kämpfen für die Umsetzung und Anwendung der UN-Behindertenrechtskonventionen. Bedingt durch unsere diversen Beeinträchtigungen stoßen wir immer wieder auf Menschen und Behörden, die sich mit den geltenden Rechten und Gesetzen für Menschen mit Behinderung nicht auskennen oder diese ignorieren. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass u. a. die Justiz bei Mobbing im Privatbereich das Verfahren häufig einstellt und auf den Privatklageweg verweist. Nach Auskunft verschiedener Behindertenvereine ist dies wohl keine Seltenheit. Wenn der Einzelfall wohl auch im Privatbereich liegt, kann es aber nicht sein, dass sich hierfür keiner verantwortlich fühlt um hier ein Umdenken zu bewirken. Auch treffen wir immer wieder auf Aussagen von Nichtbehinderten, dass Menschen aufgrund ihrer Behinderung einen Sonderstatus verlangen und auf Kosten anderer leben. Der Sinn und Zweck des Nachteilsausgleichs scheint immer noch nicht bekannt zu sein.

Im Rahmen des Projektes möchten wir uns einsetzen:

·       gegen Mobbing im Privatbereich

·       gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung

·       für Bewusstseinsbildung über die Erfordernisse von Menschen mit Behinderung und daraus resultierende Nachteilsausgleiche.

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