Deike Ludwig tritt in Rostock für Umsetzung der UN-Konvention ein

Ludwig Deike 330"Wer Inklusion will, sucht Wege. Wer sie nicht will, sucht Begründungen", findet nicht nur Hubert Hüppe, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Dem stimme auch ich - Deike Ludwig - als Inklusionsbotschafterin und Mitglied des Beirates für behinderte und chronisch kranke Menschen der Hansestadt Rostock zu.

Seit Geburt lebe ich mit einer Spastik, so dass ich einen Rollstuhl nutze. Mit nun 29 Jahren blicke ich auf selektive, integrative wie auch inklusive Bildungs(erfahrungen) zurück.

Seit vielen Jahren bin ich im Beirat für behinderte und chronisch kranke Menschen der Hansestadt Rostock aktiv und leite die Arbeitsgruppe "Berufliche Bildung und Arbeit". Aufgaben sind die Bereitstellung von Informationen zu beruflichen Bildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch einen Wegweiser der beruflichen Bildung.

Ein weiteres Anliegen ist das Erreichen von Barrierefreiheit bei Einrichtungen der beruflichen Bildung und Arbeitsstätten des Allgemeinen Arbeitsmarktes. Der Maßnahmekatalog zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Hansestadt Rostock befindet sich in den letzten Zügen der Erabeitung, so dass er bald der Bürgerschaft zum Beschluss vorliegt.

Als Inklusionsbotschafterin möchte ich die Einhaltung und Umsetzung anhand ausgewählter Themenfelder vorantreiben. Diese orientieren sich an den Inhalten der Arbeitsgruppen des Beirats (Planen, Bauen und Wohnen, Öffentlicher Personen-Nahverkehr, Frühförderung, Kindergarten und Schule, Berufliche Bildung und Arbeit sowie Gesundheit, Soziales und Kultur). Gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern, der Behindertenbeauftragen, Vertretern aus Kommunalpolitik, Institutionen, Vereinen und Verbänden sowie Interessierten möchte ich zu einzelnen Themenschwerpunkten ins Gespräch kommen, um konkrete Maßnahmen einzuleiten, wie zum Beispiel in regelmäßig thematisch festgelegten Gesprächskreisen. Im Interesse der Menschen mit Behinderung verstehe ich mich dabei als "Expertin in eigener Sache" und Impulsgeberin. Auf dem Weg zur Inklusion ist es als Inklusionsbotschafterin mein Ziel, mit allen beteiligten Akteuren in einen offenen Diskurs zu treten, um aufzuklären, Hemmnisse abzubauen und strukturelle Arbeit weiterzuentwickeln.

Außerhalb meiner Aktivitäten im Beirat setze ich mich für eine (Hoch)schule für alle ein. Außerdem bringe ich mich im Verein "Rostocker für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe" ein. Dort abeite ich am Auf- und Ausbau eines unabhängigen Beratungsangebotes von und für Menschen mit Behinderung.

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Internet: http://www.behindertenbeirat-rostock.de