ISL: Klaut nicht unsere Begriffe - verwirklicht unsere Konzepte!

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschenrechte hat die
Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. vor einem Etikettenschwindel in Sachen Menschenrechte gewarnt. „Zunehmend erleben wir, dass fortschrittliche Begriffe wie Inklusion, Menschenrechte oder Selbstbestimmung in den Mund genommen werden“, sagt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade und kritisiert: „Die dahinterstehenden Inhalte, zum Beispiel in großen Institutionen oder in der Politik, sind aber nach wie vor aussondernd.“ Nach Ansicht der ISL ist gerade der Menschenrechtsgedanke zentral für eine neue und grundlegend andere Behindertenpolitik. Davon sei im Alltag bei Menschen mit Behinderungen aber noch nichts angekommen. Im Gegenteil werden zunehmend Verweigerungen notwendiger Hilfsmittel verzeichnet.

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ISL: Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte ändern!

Abbildung der Preismünze zum Nobelpreis (c) Nobelprize.orgAnlässlich der heutigen Würdigung der Medizinnobelpreisträger 2012 hat die
Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL e.V. eine Änderung der ärztlichen Approbationsordnung gefordert: „Bei allen Nobelpreisbegründungen wird regelmäßig hervorgehoben, wie wichtig die Arbeit der Ausgezeichneten für die Grundlagenforschung sei“, erläutert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Nichts gegen die diesjährigen Preisträger, aber eine wesentliche Grundlage in der Medizin besteht unserer Ansicht nach in einem geschärften Bewusstsein von Ärztinnen und Ärztin für ein menschenrechtsorientiertes Verständnis von Behinderung.“ Ein solch neues Verständnis ist nach Ansicht der ISL zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Medizin-Bereich dringend erforderlich. Deshalb hat die ISL einen konkreten Änderungsvorschlag der Approbationsordnung, in der die Zulassung zum Heilberuf Arzt/Ärztin geregelt wird, erarbeitet.

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Empowerment konkret: Landesbeauftragter unterstützt Training

Jürgen Dusel im Gespräch (c) ISL e.V.Der brandenburgische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, stand am Wochenende ganz im Zentrum eines Empowerment-Trainings. “Nichts über uns ohne uns! - Politik in der Praxis” lautete der Titel des Seminars für Fortgeschrittene, das die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) organisiert hatte.

“Es war ein wichtiges Ziel unseres Trainings, dass die Teilnehmenden gemeinsam und eigenständig eine politische Veranstaltung planen und umsetzen”, erläutert ISL-Trainerin Eileen Moritz, die zusammen mit Wiebke Schär das Training anleitete.  „Deshalb war es ganz natürlich, dass der Besuch von Jürgen Dusel auch selbst in die Hand genommen wurde. Der Termin mit dem Landesbehindertenbeauftragten war gewissermaßen unser Übungsfeld für das Halten von Reden, für eine Moderation und die Leitung und inhaltliche Planung von Diskussionsrunden.” Neben zwei Reden zum Thema Arbeit und Frauen wurde für den Besuch ein Input zur Barrierefreiheit vorbereitet.  Die anschließende Diskussionsrunde hatte die Schwerpunkte Gleichstellungsgesetz, Arbeit und die Situation von Lohn-Dumping und Mobbing in den WfbM.

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Persönliches Budget im Rahmen der Kfz-Hilfeverordnung – zweite Runde

Porträt von Uwe Frevert (c) ISL e.V. Der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) e. V. teilt heute mit, dass die zweite Runde im Streit eines fab-Kunden mit der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in einem Mediationsverfahren zugunsten des fab-Kunden entschieden wurde.

Wie die kobinet-nachrichten am 19. Juli 2012 berichteten, hatte die DRV als zuständiger Leistungsträger die laufenden Kosten eines behindertengerecht umgebauten Kfz mit Hebebühne, Handgas, Servosystemen und zusätzlichen elektrischen Installationen auf ganze 68,- Euro monatlich veranschlagt und eine Budget-Verhandlung kategorisch abgelehnt. Im weiteren Verlauf kam es nach nötigen Reparaturen an den Behindertenumbauten des Kunden-Kfz zu der Situation, dass die DRV die Rechnungen nicht übernehmen wollte, die Krankenkasse und der Sozialhilfeträger aber mangels Stellung eines Antrags auf Persönliches Budget nicht zuständig waren.

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Und es geht doch! Inklusion kann Wirklichkeit werden – ein Praxisbericht

Kati W. mit Luftballon und einem Kind (c) JZSLKati W. ist eine junge Frau mit Down-Syndrom und hat es geschafft: Sie hat als Erste in Thüringen den Berufsbildungsbereich als betriebliche Ausbildung (Betrieblicher Berufs Bildungsbereich) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolviert und hat nun in ihrer Ausbildungsstelle ihren Traumarbeitsplatz gefunden. Der Weg dahin war nicht einfach:

Kati besuchte eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung und sollte, wie üblich, den Weg in die WfbM gehen. In diesem Rahmen konnten ihre vorhandenen Potenziale jedoch nicht voll ausgeschöpft und weiter entwickelt werden. Deshalb absolvierte Kati bereits während ihrer Schulzeit in der Ober- und der Werkstufe zusätzlichsieben  längere Praktika in verschiedenen Bereichen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Unterstützt wurde sie dabei vom Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (JZsL). Dabei hat sich gezeigt, dass Katis Stärken im Bereich Küche/Hauswirtschaft liegen. Gegen Ende der Schulzeit stellte sich nun die Frage, wie weiter. Gemeinsam fanden Kati, das JZsL und die Eltern in der Kindertagesstätte „Schwabenhaus“ und dessen Träger Querwege e.V. in Jena einen Partner, der bereit war, neue Wege zu gehen.

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ISL: Bundestag verstößt gegen Behindertenrechtskonvention

Plenum Deutscher Bundestag (c) BundestagDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat dem  Bundestag vorgeworfen, mit seiner heute beginnenden Veranstaltung „Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag“ gegen Artikel 29 der UN-Behindertenrechtskonvention zu verstoßen. In diesem Artikel ist die „wirksame und umfassende Teilhabe“ von Menschen mit Behinderungen am politischen und öffentlichen Leben festgeschrieben. „Im letzten Jahr wurde die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt, da angeblich zu viele Menschen im Rollstuhl teilnehmen wollten,“ erläutert die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade und kritisiert: „Das zurückliegende Jahr wurde aber nicht dazu genutzt, die Zugangsbedingungen zu  verbessern, sondern man hat für diese Veranstaltungswiederholung einfach die Zahl der zugelassenen Rollstuhlfahrer begrenzt. Dies ist eine willkürliche Einschränkung der Partizipation und diskriminiert politikinteressierte Bürgerinnen und Bürger, nur weil sie nicht laufen können!“

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Bund-Länder-Papier zur Eingliederungshilfe: Zu kurz gesprungen

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Als „zu kurz gesprungen“ bezeichnet die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ein Grundlagenpapier zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe. Dieses wurde gestern in Hannover mit Behinderten- und anderen Verbänden diskutiert. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe der Arbeits- und Sozialministerkonferenz hat das Papier erarbeitet, nachdem die Reform der Eingliederungshilfe jahrelang in vielen Arbeitsgruppen erörtert worden war. „In diesem Text wurde es versäumt, die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen“, kritisiert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Stattdessen sei es den Autorinnen und Autoren anscheinend nur darum gegangen, Gelder einzusparen. „Wenn bei steigendem Bedarf die Kostenneutralität oberstes Gebot ist, muss es zwangsläufig zu Leistungseinschränkungen kommen,“ analysiert Arnade.

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Menschenrechtswidrige Wahlausschlüsse streichen

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat erneut den pauschalen und menschenrechtswidrigen Wahlausschluss bestimmter Gruppen von behinderten Menschen kritisiert: „Gestern gab es im Bundestag grünes Licht für eine Wahlrechtsrefom und heute nachmittag beginnt die Prüfung Deutschlands vor dem UN-Fachausschuss zum Zivilpakt“, so die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Für den Ausschuss haben wir gemeinsam mit der International Disability Alliance und Disabled Peoples` International eine Eingabe für Fragen an Deutschland erstellt. Das Wahlrecht für alle steht bei uns ganz oben auf der Liste und außerdem haben wir vorgeschlagen, über Zwangssterilisation und die Gewalt an behinderten Frauen zu sprechen.“
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BRK-Allianz reicht Kurzbericht beim UN-Menschenrechtsrat ein

Das Foto zeigt den Sitzungssaal des UN-Menschenrechtsrates in Genf (c) UNHCR78 Verbände der deutschen Zivilgesellschaft, die in der BRK-Allianz zusammenarbeiten, haben fristgemäß einen 16-seitigen Kurzbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland beim UN-Menschenrechtsrat in Genf eingereicht. „Wir haben uns in unserem Bericht nur auf einige ausgewählte Aspekte der Umsetzung konzentrieren können, da wir eine exakte Umfangsvorgabe vom Menschenrechtsrat hatten“, betonen Dr. Sigrid Arnade und Dr. Detlef Eckert, die SprecherInnen der BRK-Allianz. „Der Bogen unserer Kritik und der jeweiligen Empfehlungen reicht jedoch vom Fehlen angemessener Vorkehrungen und mangelnder Barrierefreiheit über Betreuungsrecht, Gewalt, Zwangsbehandlungen, Assistenz, Inklusion in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt bis hin zum Ausschluss vom Wahlrecht.“ Eine allgemeine Einschätzung zur Umsetzung der UN-BRK und eine kritische Bewertung des Nationalen Aktionsplans sowie der fehlerhaften deutschen Überset-zung sind ebenfalls in diesem Bericht zu finden.

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Deutsche Bahn: Fortbildung statt Trostpflaster

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland ( ISL) verschenkt zwei Reisegutscheine der Bahn, die sie als Ausgleich für erlebte Diskriminierung erhalten hat. „Wir wollen keine Trostpflaster, wir wollen, dass sich bei der Bahn etwas ändert,“ erläutert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Deshalb will die ISL die DB-Angestellten im Service fortbilden und hat eine entsprechende Nachricht an die Leiterin der Mobilitätszentrale gesandt.

Zum Hintergrund: Die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade und die ISL-Referentin Eileen Moritz konnten auf ihrer Dienstreise nach Dresden keinen durchgehenden Zug nutzen, weil dieser keine Abteile für rollstuhlnutzende Reisende führte. Stattdessen mussten sie umsteigen, waren länger unterwegs und mussten einen höheren Preis bezahlen. Nach ihrem Protest  erhielten sie von der Bahn zwei Reisegutscheine á 20 Euro. „Wir möchten diese Gutscheine an zwei kobinet-LeserInnen verschenken“, sagt Arnade.

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ISL-Mitgliederversammlung fordert Nachbesserungen am Fernbuskompromiss

Porträt von Uwe Frevert (c) ISL e.V.Die Mitgliederversammlung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat auf ihrer Mitgliederversammlung am Wochenende in Stuttgart die geplante Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes begrüßt. Darin soll enthalten sein, dass Fernreisebusse barrierefrei gestaltet sein müssen. Kein Verständnis allerdings zeigte man dafür, dass bei einem neuen (!) Reiseangebot ab 2013 mit Übergangsfristen für Barrierefreiheit gearbeitet wird: „Da die Unternehmen jetzt investieren, ist es nicht ersichtlich, dass erst 2016 neue Fernbusse zwingend barrierefrei sein müssen und Umrüstungsfristen bis 2019 laufen sollen“, kritisierte das wiedergewählte Vorstandsmitglied Uwe Frevert.

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Bahn diskriminiert behinderte Reisende und kassiert dafür

Logo Deutsche BahnDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist empört über mangelnde Barrierefreiheit der Bahn, für die die Betroffenen auch noch zahlen müssen: „Wir sind länger unterwegs, müssen extra umsteigen und müssen dafür auch noch mehr bezahlen“, berichtet ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade, die mit einer Kollegin als Trainerin von Berlin nach Dresden reisen will. Die durchgehenden Züge von Berlin nach Dresden haben nach Auskunft der Mobilitätszentrale keine Stellplätze für RollstuhlfahrerInnen. Deshalb müssen die beiden Fachfrauen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, auf andere Züge mit Umstieg in Leipzig ausweichen, was die Fahrzeit um etwa 30 Minuten verlängert und rund 20 Euro teurer ist.

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Bundeswahlgesetz jetzt ändern!

Foto von Stimmzettel (c) Deutscher BundestagDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat ein menschenrechtskonformes Wahlrecht gefordert: „Es ist nicht länger hinzunehmen, dass bestimmte Gruppen von behinderten Menschen pauschal vom Wahlrecht ausgeschlossen werden“, kritisiert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. Dies betreffe zum einen Personen, bei denen eine Betreuung in allen Angelegenheiten  angeordnet ist, zum anderen Personen, die eine Straftat im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen haben und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind.

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Ausbildung behinderter Menschen - Workshop bei der IHK Hannover

Foto der ReferentInnen vor dem IHK-Gebäude (c) ISL e.V.Im Rahmen eines Workshops für Ausbildungsberater und Ausbildungsakquisiteure bei der Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Arbeitgeber dargestellt, wenn sie behinderte Menschen einstellen. „Viele Arbeitgeber denken immer nur an die Probleme, wenn es um die Beschäftigung Behinderter geht“, meint Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der ISL und eine der ReferentInnen. „Wir konnten heute aufzeigen, dass es um Menschenrechte, um Chancengleichheit und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt geht und nicht um Sonderbehandlungen.“ Von daher, so Co-Referentin Barbara Vieweg, seien gerade die AusbildungsberaterInnen der IHK wichtige MultiplikatorInnen, da sie zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung bei den Arbeitgebern beitragen.

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PID-Verordnung ist Provokation!

Porträt von Rebecca Maskos (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat den Entwurf einer Durchführungsverordnung zur Präimplantationsdiagnostik (PIDV) als „Provokation“ bezeichnet, an der nur die Abgeordneten Gefallen finden werden, die vor einem Jahr für eine viel weitergehende Zulassung der PID gestimmt haben. Anläßlich der Verbändeanhörung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die am Donnerstag in Bonn stattfindet, haben Rebecca Maskos und Gerlef Gleiss vom ISL-Bioethik-Forum in ihrer Stellungnahme weitere massive Kritikpunkte am Referentenentwurf zusammengetragen:

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Kein Wahlrechtsausschluss behinderter Menschen!

Schriftzug BundesverfassungsgerichtAnlässlich des heutigen Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zum Wahlrecht fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die sofortige Beendigung des pauschalen Wahlrechtsauschlusses behinderter Menschen, bei denen eine „Betreuung in allen Angelegenheiten“  angeordnet ist.
„Die jetzt anstehende Änderung des Bundeswahlgesetzes ist eine gute Gelegenheit, diese Diskriminierung im Lichte des Artikels 29 der UN-Behindertenrechtskonvention umgehend abzuschaffen“, betont ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade.  Gleiches gelte auch für das Europawahlgesetz sowie für Landes- und Kommunalwahlgesetze. Erst im März dieses Jahres habe der UN-Menschenrechtsrat einen solchen Wahlrechtsausschluss behinderter Menschen als diskriminierend bezeichnet. Deutschland habe dieser Resolution zugestimmt und stehe nun in der Pflicht, so Arnade.

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ISL: Gesundheitsministerium schließt unbequeme Kritiker aus

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Der Behindertendachverband „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL“ wirft dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) systematischen Ausschluss vor. So lud das BMG zu seiner gestrigen Anhörung zur persönlichen Assistenz im Krankenhaus verschiedene Behindertenverbände ein. Nicht informiert und nicht eingeladen wurde die ISL, die vor über 25 Jahren als erster Verband in Deutschland die Kriterien für persönliche Assistenz formulierte. „Das ist vergleichbar einer Anhörung zur gewaltfreien Erziehung von Kindern unter Ausschluss des Kinderschutzbundes,“ kommentiert ISL-Geschäftsführerin Sigrid Arnade und fährt fort: „Ich bin zwar keine Anhängerin von Verschwörungstheorien, aber inzwischen ist der fortdauernde Ausschluss der ISL nicht mehr zu übersehen.“

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Job Win Win auf Jobfindermesse in Erfurt erfolgreich präsentiert

Messestand in ErfurtDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben hat ihr Projekt „Job Win Win“ auf der Jobfinder Messe in Erfurt erfolgreich präsentiert. „Job Win Win“ verbessert mit einem neuen Ansatz die berufliche Teilhabe behinderter Menschen. Dazu sollen vor allem Arbeitgeberinnen und Arbeiter in kleinen und mittleren Betrieben für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen gewonnen werden. Der Stand der ISL, die ihr Projekt erstmals in Erfurt vorstellte, war die  einzige Messepräsenz, die sich mit der beruflichen Situation behinderter Menschen beschäftigte. Zahlreiche behinderte Besucherinnen und Besucher informierten sich am Stand über Beschäftigungs- und Fördermöglichkeiten.

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Inklusion am Arbeitsmarkt: Modellprojekt JobBudget zeigt praktikable Wege

jobbudget-LogoWie kann der Übergang behinderter Menschen aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen? Wie kann das Wunsch- und Wahlrecht bei der Teilhabe am Arbeitsleben für Werkstattbeschäftigte gestärkt werden? Welche Rolle kann dabei das Persönliche Budget spielen?
Zu diesen wichtigen Fragen hat das Modellprojekt "JobBudget" der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Antworten gesucht, Erfahrungen gesammelt und Lösungen erprobt. An fünf Standorten wurden in Kooperation mit Werkstätten Menschen mit Behinderung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet. Maßgeblich beteiligt waren führende ExpertInnen der BAG-Unterstützte Beschäftigung, der Hamburger Arbeitsassistenz und von Access Integrationsbegleitung, Erlangen. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. JobBudget hat Leistungsmodule entwickelt, die zukünftig dazu beitragen können, dass der Weg aus der Werkstatt von der Ausnahme zum Regelangebot und das Wunsch- und Wahlrecht behinderter Menschen gestärkt wird.

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Wir lassen uns nicht GEN-Checken!

Porträt von Rebecca Maskos (c) ISL e.V.Die ISL e.V. wendet sich gegen den PraenaTest und verwandte Methoden der vorgeburtlichen Auslese behinderten Lebens

Ein Kommentar von Rebecca Maskos, bioethische Sprecherin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL)

Wie oft müssen wir noch sagen, dass wir gerne leben? Wie oft müssen wir uns noch für unser Leben rechtfertigen? Bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. setzen wir uns als behinderte Menschen für unsere Rechte ein. Viele von uns haben angeborene Beeinträchtigungen, und wir leben ein gutes und erfülltes Leben – mit unserer Behinderung. Nicht unsere Körper machen uns Schwierigkeiten, sondern eine Gesellschaft, die nur auf Normkörper ausgerichtet ist. Doch das wird in Debatten über unseren „Lebenswert“ viel zu selten gehört. Unsere Behinderungen seien ein „Leiden, das verhindert werden muss". Vor allem Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik sind auf die Verhinderung von behindertem Leben ausgerichtet – und nicht etwa auf eine vorgeburtliche „Heilung“ des Fötus, wie schwangeren Frauen häufig suggeriert wird.

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ISL-Vorstand Michael Gerr bewirbt sich für Bundestagsmandat

Porträt von Michael Gerr ((c) ISL e.V.Michael Gerr, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat heute seine Bewerbung für ein Bundestagsmandat für die Wahlen im Jahr 2013 bekannt gegeben: „Über ein Jahr vor den Bundestagswahlen und vor der Erstellung des Wahlprogramms ist es schwierig, bereits Ziele festzulegen. Es handelt sich also nur um vorläufige und einige meiner wichtigsten persönlichen Ziele ohne Anspruch auf Vollständigkeit“ betont der 46jährige Gerr, der zur Zeit für Bündnis90/Die Grünen ein Mandat im Würzburger Stadtrat und im Unterfränkischen Bezirkstag hält.

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Protest gegen Abwicklung des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit

Logo des BKB


Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die geplante Abwicklung des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) zum Ende des Jahres 2012 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit deutlichen Worten kritisiert und zum Protest gegen diese Maßnahme aufgerufen: „Um auch private Rechtsträger zur Herstellung von Barrierefreiheit zu bewegen, wurde 2002 das Instrument der Zielvereinbarungen geschaffen und von einer gesetzlichen Regelung abgesehen“ erläutert ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Das Bundeskompetenzzentrum soll die Erstellung solcher Zielvereinbarungen unterstützen, dazu Arbeitsmaterialien entwickeln und Schulungen durchführen.“

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Fiskalpakt und Eingliederungshilfe: Nicht nur finanztechnisch diskutieren!

Logo Gesetz zur Sozialen TeilhabeDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat sich dafür ausgesprochen, dass die angekündigte Beteiligung des Bundes an der Eingliederungshilfe im Rahmen des Fiskalpaktes nicht nur finanztechnisch diskutiert wird: „Die Städte und Gemeinden fangen jetzt schon an auszurechnen, in welcher Höhe ihr Etat entlastet werden könnte“, sagt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Dabei wird die erforderliche inhaltliche Neuorientierung der Eingliederungshilfe übersehen.“

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Bundesregierung unterschlägt behinderte Fachkräfte

Logo der ILODie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die heute vorgestellte Fachkräftekampagne von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit (BA) scharf kritisiert: „Es ist unglaublich, mit welcher Ignoranz die Qualifikationen von Fachkräften mit Behinderung in dieser Kampagne geleugnet werden“ stellt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade fest. „Als Fachkräftepotenzial in den neuen Internetportalen werden lediglich Frauen, Migranten, die Generation 50 plus, Schul- und Hochschulabsolventen und internationale Fachkräfte benannt!“

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Wie es uns gefällt… Fotosession und mehr im ISL-Jugendcamp

Porträt von Eileen Moritz (c) ISL e.V.Modeln, sich in schrille Klamotten werfen, tolle Locations aufsuchen und ungewöhnliche oder alltägliche Szenen stellen? Im ISL-Jugendcamp im Juli in Duderstadt wird ein spannender Fotoworkshop Teil des Programmes für junge Menschen mit Behinderungen sein: „Probiert Euch aus, zeigt Euch, vor und hinter der Kamera! Spielt mit Bildern, wie ihr seid, wie ihr Euch seht und wie ihr gesehen werden wollt“, sagt Eileen Moritz, Bildungsreferentin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL).

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Finger weg von Barrierefreistandards!

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat das 10-Punkte-Kita-Programm von Bundesfamilienministerin Schröder kritisch unter die Lupe genommen: „Bei der geplanten befristeten Absenkung der Baustandards von neuen Kindertagesstätten darf es keine Abstriche bei der Barrierefreiheit geben“, erklärt ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade.

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ISL- Jugendcamp in Duderstadt

Porträt von Eileen Moritz (c) ISL e.V.Unter dem Titel „ich sehe was, was du nicht siehst …und das bin ich“ bietet die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) wieder ein Camp für junge Leute mit Behinderung im Alter von 18 – 30 Jahren an. Das Treffen findet vom 15. – 20. Juli 2012 in Duderstadt statt, zeitgleich zum legendären „Sommercamp“ der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung.

„In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Treffens auf der kreativen Auseinandersetzung mit Medien. Wie werden Menschen mit Behinderungen gesehen und dargestellt und wie wollen wir gesehen werden?“ berichtet ISL-Referentin Eileen Moritz, die das Treffen organisiert. „Wir machen unsere eigenen Bilder, Geschichten, Texte, Stücke und Filme!“

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Lehrplan zur Prüfung von Leichter Sprache

Deckblatt Infos zur PrüfungIm Rahmen eines Projektes hat Mensch zuerst e.V. jetzt einen Lehrplan für die Ausbildung von PrüferInnen von Leichter Sprache entwickelt. Ein solcher Lehrplan, der auch schon in einem Pilotkurs getestet wurde, fehlte bisher. Viele öffentliche oder private Stellen wollen ihre Angebote zwar in Leichte Sprache übersetzen, aber wann ist eine Übersetzung wirklich Leichte Sprache? „Ohne Prüferinnen und Prüfer mit Lernschwierigkeiten geht Leichte Sprache nicht“, sagt Josef Ströbl von Mensch zuerst, der an dem Lehrplan mitgearbeitet hat. Nur sie, sagt Ströbl, können beurteilen, ob ein übersetzter Text auch wirklich verständlich ist. Gute Übersetzungen zeichnen sich also dadurch aus, dass ein Team von ÜbersetzerInnen und PrüferInnen zusammenarbeitet.

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Preis für Filmautorin: Thema „Persönliches Budget“

werner-bonhoff-stiftung-logoDie Filmemacherin Renate Günther-Greene ist  am Donnerstag abend mit dem mit 50.000 Euro dotierten „Werner-Bonhoff-Preis wider den §§-Dschungel“ ausgezeichnet worden. Ihr WDR-Film „Behindert. Was darf ich werden?“ zeigt, wie die Umsetzung einer guten gesetzlichen Vorschrift zum Persönlichen Budget an einer wenig interessierten Verwaltung und den wirtschaftlichen Interessen der traditionellen Behindertenhilfe zu scheitern droht.

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Aktionsplan Barrierefreiheit - Universelles Design gefordert

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Im Rahmen der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) einen Aktionsplan „Barrierefreiheit/Universelles Design“ mit verbindlichen Verantwortlichkeiten und Fristen gefordert. Dazu sei die Einrichtung einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe aus behinderten und nicht behinderten Fachleuten unter Einbeziehung der Expertise des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) erforderlich.

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