Bedient die FDP ihr Klientel zu Lasten Pflegebedürftiger?

Porträt von Uwe Frevert (c) ISL e.V.Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat der "Bild"-Zeitung gesagt, die Koalition wolle "die Pflegeversicherung um eine so genannte kapitalgedeckte Säule ergänzen." Uwe Frevert, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmtes Leben (ISL) in Deutschland sagt in einem Gastkommentar,  für kobinet, warum er gegen eine Beitragserhöhung der Pflegeversicherung ist. Hier sein Beitrag:

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Chronik eines angekündigten Rechtsbruchs

Foto von H.- Günter Heiden (c) Rolf BarthelEin Kommentar zur geplanten „Liberalisierung“ des Fernbusverkehrs

von H.- Günter Heiden (ISL)

CSU-Verkehrsstaatssekretär Andreas Scheuer (36) liebt kernige Sprüche: „Sagen was man denkt und tun, was man sagt“ – so stellt er auf seiner Homepage den Leitsatz für sein tägliches Handeln dar. Eindeutig rechtsbrechendes Handeln hat er für Mittwoch, den 3. August angekündigt: Dann nämlich soll im Bundeskabinett eine Novelle zum Personenbeförderungsgesetz durchgewunken werden. Der befremdliche Inhalt: Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs ab 2012 ohne barrierefreie Fernbusse, vorausgesetzt Bundestag und Bundesrat stimmen im Herbst zu.

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Blickpunkt Japan – die Unterstützungskampagne geht weiter

Das Foto zeigt eine Behelfswohnung in einer Turnhalle (c) DPI JapanDie Fußball-Frauen aus Japan sind mit ihrem Weltmeistertitel zurück in ihrer Heimat und haben dem Land ein Signal der Hoffnung und des Durchhaltewillens mitgebracht. Gleichzeitig leben nach Presseberichten immer noch rund 99.000 Menschen in Japan evakuiert in Containern oder Turnhallen (siehe Foto), darunter auch viele Menschen mit Behinderungen. Für sie werden neue, geeignete Unterkünfte gesucht. Falls dies nicht möglich ist, erhalten sie Rechtsbeistand beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Wohnungen.

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Spende für den Bundesverband ISL

Porträt von Tanja Frehse (c) Tanja FrehseDie Schauspielerin Tanja Frehse spielt die Rolle der Maria Stadler in der Fernsehserie "Lindenstraße" äußerst engagiert. Sie hat sich beim Perfekten Promi Dinner, das am 10. Juli 2011 vom Sender VOX ausgestrahlt wurde, nicht nur als Köchin ausgezeichnet, sondern auch dafür gesorgt, dass ein Teil des Gewinns dem Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. - ISL zugute kommt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Tanja Frehse u.a. über ihre Beweggründe für diese Spende:

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ISL befürchtet zunehmenden Selektionsdruck durch PID – Entscheidung

Porträt von Rebecca Maskos (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die heutige Entscheidung des Bundestages für eine „begrenzte Zulassung“ der Präimplantationsdiagnostik (PID) scharf kritisiert und verweist dazu auf die Erfahrungen mit der Pränataldiagnostik (PND): „Die BefürworterInnen des heute verabschiedeten Antrages wollen eine Anwendung nur in Ausnahmefällen vorsehen“, stellt Rebecca Maskos vom bioethischen Forum der ISL fest. „Schaut man sich jedoch die Entwicklung der Pränataldiagnostik an, die während ihrer Anfangszeit auch nur als Diagnostik für `Sonderfälle´ gedacht war, so ist diese mittlerweile zum Reihenscreening geworden. Rund 80 Prozent aller Schwangeren gelten mittlerweile als zu untersuchende `Risikoschwangerschaften´, rund 90 Prozent der Schwangerschaften, bei denen es einen Verdacht auf Trisomie 21 gibt, werden abgebrochen“.

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ISL kritisiert Entwurf zum Versorgungsgesetz

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) hat im Rahmen einer Verbändeanhörung in Berlin den Entwurf für ein Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung als „unzureichend, nicht an der UN-Behindertenrechtskonvention orientiert und als Verstoß gegen geltendes Recht“ kritisiert.
„Ich finde ich es absolut unverständlich, dass in einem brandneuen Gesetzesvorhaben keinerlei Bezug zur UN-Konvention hergestellt wird!“, betonte die ISL-Geschäftsführerin, Dr. Sigrid Arnade.

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Appell von ISL und ForseA: Aktionsplan kritisch hinterfragen!

UN-LogoDie Behindertenverbände Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) und Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V. (ForseA) haben die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, den heute vorgestellten und im Bundeskabinett verabschiedeten Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention kritisch zu hinterfragen. In einer gemeinsamen Presseerklärung weisen sie darauf hin, dass grundlegende Menschenrechte von behinderten Frauen und Männern in Deutschland immer noch nicht gewährleistet sind: Etwa dann, wenn eine Einweisung in ein Heim aus Kostengründen gegen den Willen der Betroffenen erfolgt. Dies werde auch nicht durch den heute vorgelegten Aktionsplan abgestellt: „Der Aktionsplan ist ein reines Sammelsurium von Maßnahmen“, betont Gerhard Bartz von ForseA-Vorstand. „Es fehlt ein klares Bekenntnis zum selbstbestimmten Leben und zur Persönlichen Assistenz. Viele Leistungen halten behinderte Menschen in Abhängigkeit und Einkommenarmut.“

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Grüße von Ungewollten an die Giordano-Bruno-Stiftung

Porträt von Barbara Vieweg (c) ISL e.V. Die Ankündigung der Giordano-Bruno-Stiftung, am 3. Juni in Frankfurt Peter Singer wegen seines Eintretens um die Grundrechte für Menschenaffen mit einem Ethikpreis zu ehren, hat scharfe Kritik bei Behindertenverbänden ausgelöst. Für eine Protestaktion hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Statements von Menschen gesucht, die nach Singers Ethik heute nicht gewollt und wahrscheinlich auch nicht am Leben wären, damit dies veröffentlicht und der Stiftung zugesandt werden kann.

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Großes Interesse an Behindertenpolitik: Erfolgreiches ISL-Jugendtreffen

Junge Menschen mit Behinderungen haben - entgegen verbreiteter Vorurteile - großes Interesse an behindertenpolitischen Themen. Das zeigte sich auf dem ersten Jugend-Empowerment-Treffen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), das „ein Erfolg auf ganzer Linie war“, wie die Organisatorin Eileen Moritz betonte. Im brandenburgischen Tagungshaus Gruppenfoto vom Empowerment-Treffen (c) ISL e.V.Preddöhl International trafen sich am vergangenen Wochenende junge Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen. Ihr Motto lautete “be cool, be young, behindert“. Das vielfältige Workshopangebot reichte von Selbstbehauptung und Selbstverteidigung über Reiten, Flirten bis zu überzeugendem Argumentieren in einer Polittalk-Runde. Die Teilnehmenden eines Workshops erkannten beispielsweise, dass es sich bei vermeintlich individuellen Problemen häufig um gesellschaftliche Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen handelt.

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Einhellige Kritik am Aktionsplan der Bundesregierung

UN-LogoDer Referentenentwurf der Bundesregierung zu einem Aktionsplan, der die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen soll, ist im Rahmen einer Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) am Dienstag auf deutliche und einhellige Kritik gestoßen und mit Einschätzungen wie „enttäuschend – dünn – mutlos - Bemühen erkennbar - wir waren schon einmal weiter – noch einmal von vorn“ versehen worden. Neben der Kritik an der überaus kurzen Frist von knapp drei Wochen zur Stellungnahme zu einem 150seitigen Entwurf wurde von den Verbänden vor allem die fehlende menschenrechtliche Perspektive, der Finanzvorbehalt und der Mangel an Maßnahmen im gesetzgeberischen Bereich herausgestellt.

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Barrierefreiheit muss in ARD-Themenwoche wichtige Rolle spielen

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.„Barrierefreiheit“ muss als umfassender Querschnittsaspekt in den Berichten der kommenden ARD -Themenwoche „Der mobile Mensch“ (22. – 27. Mai) eine wichtige Rolle spielen, da sie einen zentralen Aspekt für die Mobilität aller Menschen darstellt. Dies hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) in einem Schreiben an den ARD-Programmdirektor Volker Herres gefordert: „Aus den Veröffentlichungen der ARD haben wir entnommen, dass das Themenspektrum von Mobilität im Berufsalltag und in der Freizeit bis hin zu sozialen Aspekten und Zukunftsvisionen reichen soll“ schreibt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. “Bislang ist aus den uns bekannten Veröffentlichungen der ARD allerdings nicht erkennbar, inwieweit auch der Aspekt der Barrierefreiheit einbezogen wird.“

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Gute Resonanz auf Spendenaufruf für Japan

Bild aus einer Notunterkunft mit fünf Personen im Rollstuhl (c) DPI JapanNach einem ersten Spendenaufruf der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Anfang April sind bereits über 1.800 Euro an Disabled Peoples` International (DPI) Japan überwiesen worden. Der Betrag kommt unter anderem dem Relief Headquarters for Persons with Disabilities of Tohoku-Kanto Great Earthquake zu Gute. Dies ist eine einzigartige Einrichtung und Kontaktstelle, die von der Behindertenbewegung in Japan ins Leben gerufen wurde. Das Angebot für Menschen mit Behinderungen, die von der Erdbebenkatastrophe betroffen sind, reicht von der Evakuierung aus zerstörten Gebieten und der Unterbringung in geeigneten Unterkünften bis zum Rechtsbeistand beim Wiederaufbau.

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Schluss mit Sonntagsreden! – Gesetz zur Sozialen Teilhabe umsetzen!

Porträt von Andreas Vega (c) ISL e.V.Im Rahmen einer Demonstration am 10. Mai unter dem Motto „Rettungsschirme für alle!“ im Berliner Regierungsviertel hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die rasche Umsetzung des Artikels 19 der Behindertenrechtskonvention gefordert: „Von Sonntagsreden haben wir mehr als genug“, betonte Andreas Vega, assistenzpolitischer Sprecher der ISL, als erster Redner auf der Abschlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt.

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Forum behinderter Juristinnen und Juristen stellt Gesetz zur Sozialen Teilhabe vor

Bundespressekonferenz@Rolf BarthelDas Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) hat in Berlin den Entwurf eines Gesetzes zur Sozialen Teilhabe vorgestellt. Ziel des Vorschlages ist es, das Menschenrecht auf ‚Soziale Teilhabe‘ aus der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Sozialrecht und vorrangig im Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) zu verankern.

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Schächter sichert ISL Fortbestand von „Menschen - das Magazin“ zu

ZDF-LogoZDF-Intendant Prof. Markus Schächter hat gegenüber der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zugesichert, dass die Sendung „Menschen – das Magazin“ auf dem gewohnten Sendeplatz am Samstag um 17.45 Uhr erhalten bleibt. Im Februar hatte die ISL Schächter einen Protestbrief gegen die geplante Zerschlagung der Sendung  geschrieben. In seinem Antwortschreiben teilte Schächter der ISL ferner mit, dass der Sender die Raten der untertitelten Sendungen und der Ausstrahlungen mit Audiodeskription erhöhen und nach und nach ausbauen wolle. „Das ist eine gute Nachricht und ein Beweis dafür, dass Protest sich lohnt“, bewertet ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade die Antwort des Intendanten.

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Gesetz zur Sozialen Teilhabe wird vorgestellt

THSG-BannerIm Rahmen einer Veranstaltung unter dem Titel „Raus aus der Sozialhilfe, Inklusion jetzt - Artikel 19 BRK umsetzen!“ wird das Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) am 4. Mai in Berlin den lange erwarteten Entwurf eines Gesetzes zur Sozialen Teilhabe (GST) vorstellen. „Da mit der UN-Behindertenrechtskonvention neue Anforderungen an die Leistungen für behinderte Menschen gestellt werden, stehen nicht länger Fürsorge, Fremdbestimmung, besondere Einrichtungen und spezielle Gestaltungen im Mittelpunkt einer Versorgung“ stellt Horst Frehe, Sprecher des FbJJ fest. „Soziale Teilhabe, Selbstbestimmung, Inklusion und Barrierefreiheit sind die Grundsätze, nach denen sich auch das Behindertenrecht neu auszurichten hat.“ Neben Horst Frehe werden die Forumsmitglieder Christiane Möller (Rechtsassessorin) und  Carl Wilhelm Rößler (Rechtsanwalt) den Gesetzentwurf erläutern.

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Degener in Vorstand des Überwachungsausschusses gewählt

Porträt von Theressia Degener (c) UNZum Auftakt der fünften Sitzung des Überwachungsausschusses zur UN-Behindertenrechtskonvention in Genf wurde das deutsche Mitglied Prof. Dr. Theresia Degener zur Berichterstatterin für die Ausschussdokumente gewählt.  Die Berichterstatterin ist neben dem wiedergewählten australischen Vorsitzenden Ron McCallum und den drei stellvertretenden Vorsitzenden auch Vorstandsmitglied des Ausschusses.

„Als einziges neues Mitglied im Vorstand freue ich mich über das Vertrauen, das mir mit dieser Wahl von allen Mitgliedern des Ausschusses ausgesprochen wurde“, kommentiert Degener ihre Wahl. „Ich wurde als einzige per Akklamation, also ohne Abstimmung gewählt, weil es einen klaren Konsens gab.“

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DPI Japan: Evakuierungszentren für behinderte Menschen schaffen

Porträt von Shoji Nakanishi (c) Independent Living InstituteDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL), der deutsche Zweig von Disabled Peoples` International (DPI), ruft zu Spenden für behindertengerechte Evakuierungs-zentren auf, die zur Zeit von DPI Japan errichtet werden. Seit dem Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami- und Atomkatastrophen an der Nordostküste Japans sind über 10.000 Menschen obdachlos und müssen evakuiert werden – unter ihnen auch hunderte Männer und Frauen mit Behinderungen.

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Bestehendes Rehasystem muss umgebaut werden

Porträt von Horst Frehe (c) ISL e.V.Im Vorfeld einer Fachtagung der AG Recht und Politik der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) am 7./8. April in Halle fordert Horst Frehe eine menschenrechtlich orientierte Anpassung des Rehabilitationsrechtes. Lesen Sie nachstehend ein Interview mit Frehe, der Mitglied der bremischen Bürgerschaft, rechtspolitischer Sprecher der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und Sprecher des Forums behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) ist.

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ISL und die BILD-Zeitung: richtig und falsch

Porträt von H.- Günter Heiden (c) ISL e.V.Der angebliche Kooperationsvertrag der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit der BILD-Zeitung hat nur 24 Stunden existiert – als Aprilscherz. Auch Kai Diekmann hat die ihm zugeschriebenen Zitate nie gesagt. Leider ist es kein Scherz, dass die Abteilung Selbsthilfeförderung beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) die langjährig bestehende Projektförderung der ISL für das Jahr 2011 aufgekündigt hat. „Für dieses Jahr hatten wir ein Projekt eingereicht, das das Konzept der Selbsthilfe unter der neuen Perspektive der UN-Konvention beleuchten sollte“, teilt ISL-Pressesprecher H.- Günter Heiden mit. „Da gerade der Aspekt der Selbstvertretung behinderter Menschen durch die UN-Konvention gestärkt wurde, können wir die Ablehnung durch das BMG nicht nachvollziehen.“ Die ISL hat, so Heiden, Klage beim Verwaltungsgericht Köln gegen den Ablehnungsbescheid eingereicht.

ISL schließt Kooperationsvertrag mit BILD

Bild-Plakat mit der Aufschrift Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat zur Verstärkung ihrer Öffentlichkeitsarbeit einen Exklusivvertrag mit der BILD-Zeitung vereinbart: „Nachdem Karl Theodor zu Guttenberg als Marke ausgeschieden ist, hat sich die Chefredaktion der BILD-Zeitung dazu entschieden, auf die zukunftsträchtige Marke ISL zu setzen“, berichtet Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. „Dem Motto `Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht` können wir natürlich uneingeschränkt zustimmen.“ Der Hintergrund für den neuen Sponsoring-Vertrag ist laut Arnade darin zu finden, dass die Selbsthilfeförderung im Bundesgesundheitsministerium es abgelehnt hat, ISL im Jahr 2011 weiter zu fördern. Deshalb habe man sich nach einem anderen starken Partner mit passender Philosophie umsehen müssen.

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Heumann: Vom „Americans with Disabilities Act“ (ADA) lernen

Foto - von links: Judith Heumann, Ursula von der Leyen, Greg Delawie  © Romeo Deischl (BMAS)Judith Heumann, Sonderberaterin für Internationale Behindertenrechte im US-Außenministerium, hat im Rahmen eines Gespräches mit Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen herausgestellt, dass Deutschland vom „Americans with Disabilities Act“ (ADA) lernen könne. So werde im ADA die Barrierefreiheit nicht nur für den öffentlichen Bereich (wie in deutschen Gleichstellungsgesetzen) geregelt, sondern auch für den Privatbereich. Im US-Gesetz von 1990, so Heumann, seien etwa auch Hotels, Restaurants, Kinos, Museen oder Theater dazu verpflichtet worden, behinderten Gästen die gleichen Wahl- und Zugangsmöglichkeiten zu bieten wie nichtbehinderten Gästen. Die US-Wirtschaft sei damit nicht über Gebühr belastet worden. Ministerin von der Leyen zeigte sich dieser Argumentation gegenüber aufgeschlossen und sagte zu, in dieser Frage im Dialog bleiben zu wollen. Neben Heumann und von der Leyen nahmen auch der US-Amerikanische Gesandte Greg Delawie sowie die ISL-Geschäftsführerin Sigrid Arnade an dem Gespräch teil.

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ISL veröffentlicht „Material-Kiste“ zur UN-Konvention

Grafik einer Glühbirne in einer Denkblase. Daneben ein Schriftzug Pünktlich zum zweiten Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. März in Deutschland hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eine „Material-Kiste“ zur Information und Bewusstseinsbildung über die Konvention erstellt. Diese ISL-Material-Kiste ist eine Internetversion und auf der Homepage der ISL in der neuen Rubrik  http://www.isl-ev.de/behinderung-neu-denken zu finden.

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be cool - be young - be hindert. Jugend-Empowerment-Treffen der ISL

Porträt von Eileen Moritz (c) ISL e.V.Unter dem Titel „be cool – be young – be hindert“ plant die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)  ein Treffen für junge Menschen mit Behinderung im Alter von 18 - 30 Jahren. „Wir legen gerade den letzten Schliff an das Programm“, berichtet ISL-Referentin Eileen Moritz, die das Treffen organisiert, „aber ich kann jetzt schon verraten, dass es eine bunte Mischung aus Reiten, Selbstbehauptungstraining, Percussion, Flirten und Schäkern, Film und Politik geben wird. Natürlich haben wir auch eine Karaoke-Party dabei. Bringt doch zum anschließenden Tanz alle Eure Lieblingsmusik mit!“

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Judith Heumann auf Einladung von ISL in Deutschland

Porträt von Judith Heumann (c) US State DepartementAuf Einladung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) kommt Judith Heumann vom 24. bis 26. März auf Besuch nach Berlin. Heumann war 1972 Mitbegründerin des ersten Independent Living Center in Berkeley/Kalifornien und ist seit Juli 2010 im US-Außenministerium als Sonderberaterin für Internationale Behindertenrechte tätig.

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PID – Macht da nicht mit!

Porträt von Barbara Vieweg (c) ISL e.V. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ruft die Mitglieder des Deutschen Bundestages dazu auf, den Gesetzentwurf  der Bundestagsabgeordneten Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), Andrea Nahles (SPD), Johannes Singhammer (CSU), Kathrin Vogler (Die Linke) und Pascal Kober (FDP) für ein komplettes Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) zu unterstützen. Der Deutsche Bundestag will am Donnerstag, dem 17. März drei Gesetzentwürfen zur PID beraten, eine Entscheidung ist für den Juni angedacht.

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Peer Counseling für behinderte Menschen mit Migrationshintergrund

Porträt von H.- Günter Heiden (c) ISL e.V.Unter dem Titel „Vielfalt in der Beratung!“ hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) einen Lehrplan zu einer Peer Counseling-Weiterbildung für behinderte Menschen mit Migrationshintergrund vorgelegt. „Dieser Schritt war notwendig, da behinderte oder chronisch kranke Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Selbsthilfeszene kaum vorkommen und nicht die Peer-Unterstützung erhalten, die sie brauchen“ erklärt H.- Günter Heiden, der den Lehrplan für die ISL erstellt hat. „Sie verstehen die verschlungenen Strukturen des deutschen Gesundheits- und Rehabilitationswesen oft nicht und können kulturell bedingt ein anderes Verständnis von Krankheit oder Behinderung haben.“ Auch gebe es kaum nicht-deutschsprachige Beratungsangebote. Diese Punkte seien in den bisherigen Peer Counseling - Weiterbildungen der ISL zu wenig beachtet worden, sagt Heiden. So sollten BeraterInnen zum Beispiel neben der Kenntnis des Behindertengleichstellungsrechts auch über das Ausländer- und Asylrecht Bescheid wissen.

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ISL plant Jugend-Empowerment-Treffen

3-mdelJunge_im_Rolli.buntDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) wird im Jahr 2011 erstmalig ein „Jugend-Empowerment-Treffen“ anbieten, das sich an behinderte Jugendliche richtet. Dies ist die erste Konsequenz aus einer Studie, die die ISL im vergangenen Jahr mit Förderung durch die Techniker Krankenkasse durchgeführt hat. „Wir waren sehr überrascht vom hohen Maß des Interesses an Behindertenpolitik", erklärt Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der ISL. „Das widerspricht den gängigen Meinungen und liegt vielleicht daran, dass es lediglich die bestehenden Formen der Politik sind, die auf Jugendliche wenig attraktiv wirken.“
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Fernbusse müssen barrierefrei nutzbar sein

Porträt von Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Eine Genehmigung von Fernbussen durch das Bundesverkehrministerium kann es nach Ansicht der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) nur geben, wenn diese die gültigen Standards für eine barrierefreien Nutzung aufweisen. „Bereits jetzt haben behinderte Reisende oft massive Probleme, wenn sie mit der Bahn reisen“, kritisiert Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der ISL. „Das betrifft zum Beispiel den Einstieg per Rollstuhl in den Zug oder die Nutzung der Toilette. Wenn die Bahn oder andere Betreiber jetzt ein Verkehrsangebot mit Fernbussen machen wollen, rechnen wir mit massiven Verschlechterungen!“

Das Verkehrsministerium könnte aber, so Arnade, mit einer Festlegung auf barrierefreie Fernbusse zum Aktionsplan der Bundesregierung beitragen und so die UN-Behindertenrechtskonvention mit Leben erfüllen.

ISL entwickelt Fortbildungsplan für Ärzteschaft

Porträt von Eileen Moritz (c) ISL e.V.Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) hat einen modellhaft angelegten Fortbildungsplan „zur Sensibilisierung von ÄrztInnen für einen barrierefreien Praxisalltag“ erstellt. Hintergrund ist die Tatsache, dass mangelnde Barrierefreiheit den Zugang zu Arztpraxen vielfach erschwert. „Damit ist aber nicht nur die bauliche Barrierefreiheit gemeint“, betont Eileen Moritz, Referentin der ISL. „Viele Menschen mit Behinderungen berichten uns von der unsicheren oder gar ablehnenden Haltung mancher ÄrztInnen ihnen gegenüber. Solche kommunikativen Barrieren zeigen sich beispielsweise im Umgang von ÄrztInnen mit blinden und gehörlosen Frauen und Männern oder im Kontakt mit Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen.“

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