Behinderte Jurist*innen stellten Vorschläge vor

Horst FreheBerlin: Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung von Wahlrechtsausschlüssen von Menschen, die gesetzliche Betreuung in allen Bereichen nutzen oder wegen Schuldunfähigkeit im Strafvollzug sind, ist nach Ansicht des Forums behinderter Juristinnen und Juristen nur ein Beispiel dafür, welcher gesetzliche Handlungsbedarf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch besteht. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Konvention am 26. März 2009 in Deutschland hat das Forum im Vorfeld des Jubiläums Vorschläge für Gesetzesänderungen zur Verwirklichung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen am 25. März in Berlin vorgestellt.

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Stellenausschreibung des bbe e.V. für eine EUTB-Peer-Counseling-Stelle

Logo bbeStellenausschreibung des Bundesverbandes behinderter und chronisch kranker Eltern - bbe e.V. für eine EUTB-Peer-Counseling-Stelle (Teilzeit 50%) im Havelland im Land Brandenburg.

 

Online-Bewerbung bis zum 31.03.2019 möglich. Die Stellenausschreibung kann unten stehend heruntergeladen werden oder steht als Link hier zur Verfügung: EUTB Havelland

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Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitssystem

Zeichnung eines Krankenwagen (c) ISL e.V.Berlin, 18. März 2019. Zu dem letzte Woche verabschiedeten Terminservice- und Versorgungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) endlich einen weiteren Schritt zu einem gleichberechtigten Zugang zum Gesundheitssystem für behinderte Menschen: „Die geplante bundesweite Terminservicestelle muss die Bedarfe der Patient*innen erfragen und an die Arztpraxen weitergeben, damit angemessene Vorkehrungen vorgehalten werden. Nur wenn bei Bedarf eine Gebärdensprachdolmetschung, eine Unterstützung in Leichter Sprache oder eine Anlegerampe vorhanden ist, ist ein Ende der Diskriminierung behinderter Menschen im Gesundheitssystem in Sicht“, erläutert Dr. Sigrid Arnade (ISL-Geschäftsführerin). „Was nützt eine Terminvergabe, wenn ich als Patientin im Rollstuhl nicht in die Praxis hineinkomme?“ fragt sich die Geschäftsführerin.

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Lehre aus 100 Jahren Frauenwahlrecht – Mehr Ungeduld, weniger Bescheidenheit!

Porträt Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 08. März 2019. „Wir müssen ungeduldiger und weniger bescheiden sein. Das sollte uns die Lehre aus den immer noch bestehenden Benachteiligungen von Frauen sein“. So fasst Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland – ISL, ihre Gedanken anlässlich des heutigen internationalen Frauentages zusammen, der in Berlin erstmals als Feiertag begangen wird.

„Wir feiern dieser Tage 100 Jahre Frauenwahlrecht, und kürzlich hat das Bundesverfassungsgericht auch den Wahlausschluss behinderter Menschen für verfassungswidrig erklärt.“ Hier sieht Arnade Parallelen zwischen der Frauen- und der Behindertenbewegung. Frauen seien aber längst noch nicht da, wo sie schon vor 100 Jahren hinwollten, denn Männer hätten nach wie vor die weitaus meisten Machtpositionen inne. Daraus könnten behinderte Frauen und Männer nach Ansicht der Geschäftsführerin lernen: „Wir sollten nicht auf die Einsicht der politisch Verantwortlichen hoffen, sondern unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen, klare Forderungen formulieren und Durchsetzungsstrategien entwickeln“, empfiehlt Arnade.

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Gratulation an die Deutsche Bahn zum Hattrick

Porträt Horst Frehe (c) ISL e.V.Berlin, 01. März 2019. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL zieht den Hut vor der Deutschen Bahn (DB). Immerhin ist es ihr in den letzten drei Monaten, in denen ISL-Vorstand Horst Frehe als Sprecherratsvorsitzender für den Deutschen Behindertenrat (DBR) unterwegs ist, einmal pro Monat gelungen, ihn sprichwörtlich sitzen zu lassen. Die ISL gratuliert der Deutschen Bahn (DB) zu diesem Hattrick, bei dem es ein Spielender in einer einzigen Halbzeit dreimal schafft, ein Tor zu schießen. Das hat die DB sogar getoppt und den Hattrick bereits im ersten Viertel der Amtszeit von Frehe realisiert.


„Im Dezember 2018 wurde mir durch eine Fahrtunterbrechung von mehr als drei Stunden in der Kälte auf einem Bahnhof die Übernahme der entstandenen Taxikosten von über 500 Euro verweigert. Im Januar dieses Jahres wurde mir der Einstieg von Bremen nach Berlin verwehrt, da um kurz nach 5 Uhr morgens noch kein Personal am Bahnsteig war, das den Hublift bedienen durfte. Und jetzt im Februar wurde mir die Mitnahme trotz zugesagter Anmeldung seitens der DB verweigert, da kein barrierefreies Abteil am Zug vorhanden war und man mir trotz meiner Aufforderung mich einzuladen, die Einstiegsunterstützung bevormundend ablehnte und mich auf dem Bahnsteig hat stehen lassen,“ erläutert Horst Frehe halb wütend, halb bewundernd angesichts der Kreativität der DB.

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Wahlrecht für alle – unsägliche Zauderei beenden!

Porträt Sigrid Arnade (c) ISL e.V.Berlin, 22. Februar 2019. Pauschale Wahlrechtsausschlüsse behinderter Menschen sind verfassungswidrig. Auf diesen heute bekannt gewordenen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts reagiert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL mit Freude und Erleichterung: „Wir begrüßen den Beschluss der Karlsruher Richter und fordern die Bundesregierung auf, nun endlich die unsägliche Zauderei zu beenden und allen Bürger*innen dieses elementare Grundrecht zuzugestehen,“ sagt die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade. 

Auch das Bundesverfassungsgericht habe sich mit einer Entscheidung zu der seit 2013 anhängigen Klage Zeit gelassen und damit dem Gesetzgeber die Gelegenheit gegeben, selbst den verfassungswidrigen Zustand zu beenden. „Wir sind froh, dass das Bundesverfassungsgericht nun nicht länger gewartet und der Hängepartie endlich ein Ende gesetzt hat,“ freut sich Arnade. Für die ISL sei es sowieso nicht zu verstehen, warum das verfassungswidrige Bundeswahlgesetz und auch das Europawahlgesetz nicht längst geändert wurden. „Schließlich hängt der Fortbestand der Demokratie nicht an diesen rund 85.000 Stimmen, und es kostet den Staat auch nichts, dieses Grundrecht für alle zu garantieren,“ erläutert Arnade.

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Die ISL findet die neue Vielfalt beim Bahnfahren 1. Klasse

verostete Modelleisenbahn (c) ISLBerlin, 08. Februar 2019. Die ISL freut sich über die längst überfällige Maßnahme der Deutschen Bahn (DB), dass behinderte Reisende künftig ihre Reise bei allen beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen einzeln anmelden müssen, so dass es keinen Service aus einer Hand mehr gibt. „Die ISL begrüßt diese Maßnahme außerordentlich und findet die neue Vielfalt beim Bahnfahren 1. Klasse, da so endlich mehr Abwechslung in den drögen Alltag von behinderten Menschen kommt“, amüsiert sich Alexander Ahrens, Pressesprecher der ISL bei einem Glas Rotwein.

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Abgefahren: Rollstuhlfahrer wird der Einstieg in ICE am frühen Morgen verweigert

Hublift wird an einen ICE geschoben (c) ISLBremen/Berlin, 21. Januar 2019. Dem Sprecherratsvorsitzenden des Deutschen Behindertenrates (DBR) und Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) Horst Frehe wurde vorherige Woche der Einstieg in einen ICE in Bremen verweigert. Er wollte einen wichtigen politischen frühen Termin am Donnerstagvormittag in Berlin wahrnehmen. Hierzu bot sich der einzige an diesem Tag durchgehende ICE von Bremen nach Berlin an, der Bremen um 5:15 verließ. Leider lehnte die Deutsche Bahn dem rollstuhlfahrenden Fahrgast die Einstiegshilfe am Hauptbahnhof in Bremen ab. Die Deutsche Bahn (DB) begründete dies mit nicht vorhandenem Personal am Bahnsteig, das den benötigten Hublift bedienen könne. Erst mit einem Zug ab 6 Uhr Dienstbeginn könne man Frehe den Einstieg in den ICE von Bremen nach Berlin ermöglichen.

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Solidaritätsdemo für Markus Igel in Saarbrücken

Saarbrücken, 14. Januar 2019 "Aufruf zur Demo am 24. Januar um 11 Uhr vor dem Landesamt für Soziales, Hochstraße 67, in 66115 Saarbrücken - Gegen #Heimzwang und Lohndumping in der Behindertenassistenz", heißt es auf dem Plakat, das auf die Solidaritätsdemo zur Unterstützung von Markus Igel in seinem Kampf für Assistenz und damit für ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung hinweist. 

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Deine berufliche Zukunft in der Selbstvertretungsorganisation – Orientierungsworkshop für Interessierte

Behindertenpolitik aktiv mitgestalten: Selbstvertretungsorganisationen werden von Menschen mit Behinderungen geführt, geleitet und verwaltet. Sie beschäftigen überwiegend Menschen mit Behinderungen und setzen sich auf politischer Ebene für ihre Interessen ein. Hierfür wird talentierter Nachwuchs gesucht, der sich vorstellen kann, beruflich in diesem Bereich aktiv zu werden. Ziel des Seminars ist es, den Kreis möglicher Bewerber*innen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene zu vergrößern und Teilnehmenden die Gelegenheit zu geben, ihre Talente kennenzulernen und zu entwickeln. Die Teilnahme an diesem Seminar wird Türen für spätere Bewerbungen öffnen.

Vom 14. bis zum 16. Juni 2019 veranstaltet die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL im Rahmen des Modellprojekts „CASCO – Vom Case zum Coach“ in Kooperation der Liga Selbstvertretung Deutschland einen Wochenend-workshop im Bildungszentrum Erkner bei Berlin, um die Arbeit von Selbstvertretungs-organisationen kennenzulernen und gleichzeitig das eigene Potenzial erkunden zu können.

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Das Team von bezev sucht Unterstützung in der Buchhaltung und im Büromanagement

Logo bezevEssen, 07. Januar 2019. Der Verein bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) sucht zum 01. März 2019 eine engagierte Unterstützung in der Buchhaltung und im Büromanagment. Bewerbungen sind noch bis zum 10.01.2019 möglich. Genaue Stellenbeschreibung kann unten heruntergeladen werden.

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ISL aktualisiert behindertenpolitisches Grundsatzprogramm

Cover des neuen Hamburger Programms (c) ISL e.V.Berlin, 30. November 2018. Anlässlich des Welttages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember wirbt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) für ihr behindertenpolitisches Grundsatzprogramm, dem „Hamburger Programm“, das auf Grund der veränderten politischen und gesellschaftlichen Prozesse der letzten Jahre aktualisiert wurde.

Das im Jahr 2013 in Hamburg auf einer Mitgliederversammlung aufgesetzte Statut beinhaltet die wichtigsten Aspekte, um die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland auf allen Ebenen menschenrechtskonform für behinderte Menschen umzusetzen. Dabei liegt der Fokus auf einem selbstbestimmten und gleichberechtigten Leben. „Die ISL legt viel Wert darauf, dass jeder behinderte Mensch durch eine bedarfsgerechte Assistenz sein Leben selbstbestimmt gestalten kann“, erläutert der ISL-Pressesprecher Alexander Ahrens und ergänzt: „Zudem plädiert die ISL für eine vermögens- und einkommensunabhängige Deckung aller behinderungsbedingten Bedarfe im Privat-, Familien- und Berufsleben.“

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Inklusion bedarf Bewegung von uns allen

Josef StröblKassel. Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttages der Menschen mit Behinderungen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, fordern die derzeit 100 InklusionsbotschafterInnen verstärkte Anstrengungen für die Inklusion und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Inklusion geht uns alle an und wir alle können in den Bereichen, in denen wir aktiv sind, auch etwas ganz Konkretes tun, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt leben können und von Anfang willkommen sind“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes „InklusionsbotschafterInnen – Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion“. Das Projekt wird vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) noch bis Ende 2019 durchgeführt und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert.

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Digitalisierung darf für behinderte Menschen weder zur Entmenschlichung noch zum Zwang führen

Porträt Horst Frehe (c) ISL e.V.Berlin, 22. November 2018. Anlässlich der in dieser Woche veranstalteten Inklusionstage 2018 zum Thema INKLUSIV DIGITAL durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), warnt das neugewählte Vorstandmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) Horst Frehe vor einem Digitalisierungswahn: „Es ist zu befürchten, dass behinderte Menschen zum Opfer der Optimierungsbestrebungen in der Pflegebranche und in der Behindertenhilfe werden,“ warnt Frehe und verlangt: „Pflegeroboter und Verwaltungssoftware in Heimen und Werkstätten dürfen nicht zur Entmenschlichung führen!“

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CASCO-Referent*innenpool geht an den Start

Gruppenfoto der CASCO Referent*innen. Foto: Franziska VuJena/Mainz, 14. November 2018. Die Arbeit am Modellprojekt „CASCO – vom Case zum Coach“ läuft derzeit auf Hochtouren: Während in dieser Woche der zweite Jahrgang der Qualifikation im Hotel INNdependence in Mainz beginnt, geht zeitgleich der Referent*innenpool des Projektes an den Start. Dieses Angebot der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) richtet sich an alle Fort- und Weiterbildungsträger mit dem Ziel im Bereich der Weiterbildung den Grundsatz der UN-Behindertenrechtskonvention „Nichts über uns ohne uns.“ stärker als bisher zu verwirklichen.

Auf der Website finden sich die Profile der bisher 16 Absolvent*innen, denen nach Abschluss des zweiten Jahrgangs im Sommer 2019 noch einmal 17 weitere qualifizierte Referent*innen für menschenrechtsbasierte Behindertenpolitik folgen sollen.

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Das ZsL Mainz sucht eine Verstärkung in der Inklusionsberatung

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Das "Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen" in Mainz sucht für seine Hauptgeschäftsstelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Fachberater*in für Inklusion
im Rahmen von 29 Wochenstunden. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2020. Bewerbungfrist ist der 30. November 2018.

Die komplette Stellenanzeige steht zum Download bereit.

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Mindestens Mindestlohn für WfbM-Beschäftigte!

Sigrid Arnade im Gespräch (c) ISL e.V.Berlin, 02. November 2018. Deutschland soll behinderten Mitarbeiter*innen in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) den vollen Arbeits- und Sozialrechtschutz garantieren einschließlich des Mindestlohns. Diese Forderung des UN-Fachausschusses zum Sozialpakt vom Oktober 2018 wird von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) begrüßt. Der Fachausschuss hatte geprüft, ob und wie Deutschland die Verpflichtungen aus dieser Menschenrechtskonvention erfüllt, in der die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte festgeschrieben sind.

„In seinen Abschließenden Bemerkungen (concluding observations) äußert sich der Fachausschuss erfreulich deutlich zu der unhaltbaren Situation, dass behinderten Beschäftigten in WfbM die Arbeitnehmer*innenrechte vorenthalten werden und sie nur ein Taschengeld verdienen,“ freut sich die ISL-Geschäftsführerin Dr. Sigrid Arnade.

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„Ab in die Mitte“ – die ISL braucht Eure Unterstützung!

Fotocollage Sanierungsarbeiten für das neue ISL Büro (c) ISL e.V.Sehr verehrte Freund*innen, Interessierte und Fans der „Selbstbestimmt Leben Bewegung“! Wir von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) konnten in den letzten Jahren durch viele Projekte und eine verstetigte Finanzierung personell anwachsen.

Unsere bisherige Geschäftsstelle am Stadtrand platzt aus allen Nähten und deswegen mussten wir die Entscheidung treffen umzuziehen. Um noch besser behindertenpolitisch am Ball zu bleiben, haben wir uns entschlossen „Ab in die Mitte“ zu ziehen.
Wir haben bezahlbare barrierearme Büroräume in einer angemessenen zentralen Lage finden können, um noch effektiver und direkter mit den politischen Akteur*innen vor Ort zu agieren.

Das neue Büro ist jedoch stark sanierungsbedürftig und muss barrierefrei ausgebaut werden. Wir versuchen mit allen Kräften diesen finanziellen Aufwand durch externe Mittel zu stemmen, allerdings werden mehrere 10.000 Euro von der ISL selbst zu tragen sein. Deshalb rufen wir Euch mit der Bitte auf der ISL mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen. Jeder Euro wird sinnvoll eingesetzt und unterstützt uns enorm.

Spenden können unter dem Verwendungszweck „Ab in die Mitte“ auf das ISL-Konto bei der Sparkasse Kassel, IBAN: DE80 5205 0353 0001 1873 33, BIC: HELADEF1KAS eingezahlt werden. Herzlichen Dank!

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Pausentaste – Förderung von Kinderarbeit in Deutschland?

Berlin, 12. Oktober 2018. Irritiert reagiert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) auf die Kampagne „Pausentaste“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): „Geht es hier etwa darum, Kinder stark zu machen für Kinderarbeit?“, fragt Dr. Sigrid Arnade, ISL-Geschäftsführerin.

Auf der Internetseite des Ministeriums wird für ein Beratungstelefon geworben, an das sich Kinder und Jugendliche bei Problemen wenden können, die im familiären Umfeld ihre Angehörigen pflegerisch unterstützen. Eine solche regelmäßige Pflegetätigkeit ist jedoch nicht die Aufgabe von minderjährigen Familienmitgliedern. Deshalb unterstützt ISL jede Initiative, die Situation von derzeit pflegenden Kindern und Jugendlichen zu verbessern und mehr Entlastung für die Familien zu schaffen.

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Erneuter Schichtwechsel in Berlin: Was bringt dieser Tag tatsächlich für die behinderten Beschäftigten in den Werkstätten?

Zeichnung Werkstatt für behinderte Menschen Bild: Lebenshilfe Bremen/Zeichner Stefan Albers

Berlin, 11. Oktober 2018. Es ist wieder so weit. Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) tauschen mit Arbeitnehmer*innen aus Berliner Unternehmen für einen Tag ihren Arbeitsplatz. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) fragt sich, was dieser eine Tag den behinderten Beschäftigten in den Werkstätten wirklich bringt? Kann dieser Tag die freie Wirtschaft sensibilisieren, mehr behinderte Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt anzustellen? Kann dieser Tag darüber hinwegtäuschen, dass die behinderten Beschäftigten in den WfbM zwar gute Arbeit leisten, dafür aber nur ein Taschengeld erhalten?

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Das ZsL-Mainz sucht ab sofort Verstärkung in der Verwaltungsleitung

Logo ZsL Mainz

Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich durch umfassende Beratung, Interessenvertretung und Dienstleistungen für die Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt.
Der Verein beschäftigt an drei Standorten 36 Mitarbeitende mit und ohne Behinderung.

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Verwaltungsleitung (männlich/weiblich/divers) in unbefristeter Anstellung im Rahmen von mindestens 30 Stunden / Woche. Dienstort ist die Hauptgeschäftsstelle in Mainz.

Bewerbungsfrist ist der 26.10.2018.

Die gesamte Stellenausschreibung steht auf der Seite des ZsL Mainz oder untenstehend als Download zur Verfügung.

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Mehr Kontrollen von Heimen – aber mit Betroffenen

UN Fachausschuss Genf Sitzungssaal (c) Foto: H.- Günter HeidenBerlin, 24. September 2018. Menschen mit Behinderungen und ihre Selbstvertretungsorganisationen sollen einbezogen werden, wenn Institutionen überprüft werden. So steht es in der „Allgemeinen Bemerkung“ (General Comment) zum Thema Partizipation, der am Freitag in Genf vom UN-Fachausschuss zur Behindertenrechtskonvention verabschiedet wurde. „Diese Empfehlung ist eine wunderbare Ergänzung der sinnvollen Gesetzesänderung im Sozialhilferecht, derzufolge künftig auch die Träger der Sozialhilfe ein Prüfrecht in zugelassenen Pflegeeinrichtungen haben,“ erklärt Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL.

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Gegen eine pauschalisierte Einwilligung zur Organspende

Porträt von Petra Stephan (c) ISL e.V.Berlin, 17. September 2018. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL spricht sich vehement gegen eine pauschalisierte Einwilligung für eine Organspende bei Menschen aus. Damit reagiert sie auf die Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, wonach jeder Mensch in Deutschland automatisch einer Organspende zustimmt, wenn dem nicht ausdrücklich widersprochen wird.

Die von Spahn angekurbelte Debatte zur automatisierten Einwilligung für eine Organspende berücksichtigt nach Meinung der ISL nicht die Belange von behinderten Menschen, die sich auf Grund ihrer Behinderung nicht frei dazu äußern können.

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Das Job-Speed-Dating für behinderte Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte ermöglicht echte Chancen

Fotocollage Job-Speed-Dating. BewerberInnen sitzen an Tischen und unterhalten sich mit Arbeitgebern (c) ISL e.V.

Berlin, 07. September 2018. „Das Job-Speed-Dating für behinderte Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte ermöglicht echte Chancen auf ein Bewerbungsgespräch“, davon ist Projektleiterin Dr. Sigrid Arnade überzeugt.

Im Kleisthaus treffen heute unter der Schirmherrschaft von Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen), 18 behinderte Bewerber*innen mit und ohne Migrationsgeschichte auf sieben interessierte Arbeitgeber*innen aus Berlin zum bereits dritten Job-Speed-Dating.

Im Takt von acht Minuten stellen sich alle Jobsuchenden verschiedenen Firmen und Unternehmen vor – mit dabei sind die Bundesagentur für Arbeit, das Bezirksamt Lichtenberg, die Deutsche Bahn Zeitarbeit, Forever Clean, Integra, der Rechnungshof von Berlin und der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg.

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Bewerbungen behinderter Menschen versanden allzu oft

Sigrid Arnade mit TeilnehmerInnen beim Workshop (c) ISL e.V.Berlin, 24. August 2018. Bewerbungen behinderter Menschen versanden allzu oft. Deswegen veranstaltete die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL) heute erneut einen Workshop zur Vorbereitung für das dritte Job-Speed-Dating für behinderte Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte.

Ziel der Veranstaltung ist es die 25 behinderten Teilnehmer*innen auf das Job-Speed-Dating am 07. September im Kleisthaus in Berlin vorzubereiten.

Beim Job-Speed-Dating, bei dem Bewerber*innen und Arbeitgeber*innen im Acht-Minuten-Takt aufeinander treffen handelt es sich nicht um klassische Bewerbungsgespräche, sondern um ein persönliches Kennenlernen und den Abbau von Berührungsängsten, um sich später auf ein weiteres Bewerbungsgespräch mit den wirklichen Stärken und Kompetenzen der Bewerber*innen zu verabreden.

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ISL fordert Transparenz und angemessene Gehälter

Geldstapel EuroscheineKassel, 27. Juli 2018. Wenn Wohlfahrtsverbände angemessene Gehälter fordern, meinen sie in der Regel, dass es eine bessere Bezahlung für die in der sozialen Arbeit Tätigen geben muss. Dabei hapert es noch in vielen Bereichen erheblich. Angesichts immer wieder auftretender Skandale wegen überhöhter und unangemessener Gehälter, wie derzeit bei der Chefin der Duisburger Werkstatt für behinderte Menschen mit einem Gehalt von ca. 350.000 Euro pro Jahr, fordert der Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. - ISL, nun jedoch, dass die Angemessenheit von Gehälter, die überhöht sein könnten, überprüft und transparent gestaltet werden muss.

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